Sorgfalt im Einzelfall

Der Beauftragte haftet dem Auftraggeber im Allgemeinen für die gleiche Sorgfalt wie der Arbeitnehmer im Arbeitsverhältnis (= Sorgfaltshaftung; vgl. OR 398 Abs. 1). Der Beauftragte hat für den Auftraggeber in einer bestimmten Richtung tätig zu werden, wenn auch in Schranken:

Grundsatz

  • Zu fordern ist die Sorgfalt, die ein gewissenhafter Beauftragter in derselben Lage bei der Besorgung der ihm übertragenen Geschäfte anwendet (vgl. BGE 115 II 64 f)

Sorgfaltsmass

  • Das Mass der Sorgfalt bestimmt sich im individuell konkreten Einzelfall
  • Anwendung objektiver Kriterien
  • Anwendung der 4 Stufen-Theorie (> Einleitung)
  • Haftung für absichtlich oder fahrlässig zugefügten Schaden (> Haftung)

Schranken

  • Sorgfaltspflicht des Beauftragten findet ihre Grenze in seinem Persönlichkeitsschutz (ZGB 27)
  • Kein Anspruch des Auftraggebers gegenüber Beauftragten auf innerliche Teilnahme am „Schicksal“ des Auftraggebers

Weiterführende Informationen

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